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Arbeit, Rente, Gesundheit
Arbeit wertschätzen
Zukunftssorgen bestimmen den Alltag der Menschen auch heute. Der Wandel der Arbeitswelt ist gravierend. Steht auf der einen Seite die Entgrenzung der Arbeit durch die zunehmende Digitalisierung von Arbeitsplätzen, wird andererseits der Mangel an Fachkräften in einer Reihe von Branchen heftig diskutiert. Um den steigenden Anforderungen des Arbeitsalltags gewappnet zu sein, braucht es gute Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Lebenslanges Lernen zur Unterstützung und Qualifizierung der Arbeitstätigkeit sind dabei wesentlich. Auch setzen wir uns für die 5 Tage Bildungszeit ein, die sich Arbeitnehmer:innen einklagen können. Der Mindestlahn muss zügig und in wenigen Schritten auf 15€/Std. steigen! Und zu allererst eines: Faire Löhne und Gehälter!
Im Alter gut leben können
Für alle Erwerbstätigen muss eine gute und verlässliche Rente nach vielen Jahren Arbeit sicher sein. Es geht darum, eine auskömmliche, eigenständige Absicherung im Alter zu schaffen und den gewohnten Lebensstandard halten zu können. Zentrale Grundlage bleibt dafür die gesetzliche Rentenversicherung mit ihren verlässlichen Leistungen und ihrer solidarischen Finanzierung. Eine aktienbasierte Rente, wie sie von der Union und der FDP gefordert wird, lehnen wir strikt ab! Mit dem Auskommen der Rentner:innen zockt man nicht an der Börse! Wir wollen die gesetzliche Rente stärken und stehen für eine dauerhaft stabile Rentenleistung und ein dauerhaftes Rentenniveau von mindestens 48 Prozent, denn Arbeit darf ihren Wert im Alter nicht verlieren.
Immer wieder fordern Arbeitgeber und konservative Kräfte, allen voran der Kanzlerkandidat der Union, dass Menschen für eine gute Rente noch länger arbeiten sollen. Wir lehnen eine weitere Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters ab, weil sie für viele, die nicht länger arbeiten können, eine Rentenkürzung bedeutet und ungerecht ist. Den gesetzlichen Anspruch, dass besonders langjährig Versicherte vor Erreichen der Regelaltersgrenze abschlagsfrei in Rente gehen können, werden wir beibehalten. Die Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren ist für uns nicht verhandelbar!
Solidarität in der Alterssicherung bedeutet zudem, dass auch die Selbstständigen, Beamt*innen, freien Berufe und Mandatsträger*innen der gesetzlichen Rentenversicherung angehören. Es ist an der Zeit, die Gesamtheit der Erwerbstätigen in die Rentenversicherung aufzunehmen und die Sondersysteme auf lange Sicht zu überwinden.
Das Gesundheitswesen stärken
Gesundheitsversorgung in Deutschland darf nicht vom Geldbeutel der Patient:innen, aber eben auch nicht vom Haushalt der Kommunen abhängen. Mit dem Pflegestärkungsgesetz und der Krankenhaus- Reform sichern wir eine medizinische Versorgung auf hohem Niveau und stärken zugleich kleinere Krankenhaus- Standorte. Dafür und für den Abbau des Personal- und Fachkräftemangels möchte ich mich einsetzen, denn die medizinischen und pflegerischen Fachkräfte sind enorm wichtig. Menschen werden von Menschen gepflegt und versorgt. Diese Leistung kann durch nichts ersetzt werden, das muss uns bewusst sein.
Eine menschenwürdige Pflege darf ebenfalls nicht von den Möglichkeiten des zu Pflegenden abhängen. Deshalb werden wir einen Deckel bei den Eigenanteilen am Pflegeplatz einführen, der weder zu Pflegende noch Angehörige in die Pflicht nimmt. Ich werde mich dafür stark machen, dass der Bund als Gesetzgeber hier die Kommunen und die zu Pflegenden gleichermaßen entlastet.